Call for Abstracts – Lernwelten 2026

STAND UP & TEACH – Bildung in Gesundheitsberufen zwischen Haltung & Verantwortung

Gesellschaftliche und politische Herausforderungen prägen unsere Zeit und machen vor den Bildungsgängen der Gesundheitsberufe keinen Halt. Gesundheitsbezogenes sowie pädagogisches Handeln ist auch soziales, politisches und ökologisches Handeln – und das Lehren und Lernen ist es ebenso. Deshalb braucht es Bildungsräume, in denen Verantwortung, Haltung und Teilhabe gelernt und gelebt werden kann. 

Worum geht es genau? Lehrende und Lernenden sehen sich herausgefordert, zu politischen oder ethischen Positionen Stellung zu beziehen, die sie mit berufsethischen Maßstäben für nicht vertretbar halten oder Lernende berichten in Veranstaltungen von ihrer Begegnung mit Menschen in Versorgungskontexten, die diskriminierend agieren. Diese und ähnliche Erfahrungen werfen die Fragen auf: Wie kann Bildung in den Gesundheitsberufen zu einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft beitragen? Wie können die Bildungsgänge gerecht, demokratisch und nachhaltig gestaltet werden? Wie können Lehrende und Lernende zur Mitgestaltung eingeladen und gestärkt werden?  

Der Lernwelten-Kongress 2026 lädt Lehrende sowie Forschende aus (Hoch)Schulen, aus weiteren Bildungsinstitutionen und aus der Berufspraxis zu gemeinsamen Suchbewegungen zu diesen Fragen ein. Der Kongress eröffnet dafür einen weiten Diskursraum. Wissenschaftliche Erkenntnisse, innovative Ansätze der politischen Bildung in den Gesundheitsberufen, Ideen und Visionen dazu können ausgetauscht werden.  

Wir freuen uns über vielfältige Beiträge aus Lehre, Forschung und Praxis zu folgenden Themenfeldern: 

Politik & Struktur 

  • Welche politischen Rahmenbedingungen brauchen Lehrende für die Ermöglichung einer gerechten, demokratischen und nachhaltigen Gestaltung ihrer Aufgaben? Regulierung, Gesundheitspolitik, externe Akteure und deren Einfluss  
  • Berufsgesetze im Wandel 
  • Einrichtungspolitik, Curriculumsgestaltung, Organisation von Lernorten 

Verantwortung & Haltung 

  • Welche ethischen Prinzipien leiten uns? Was hält uns zusammen? 
  • Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit – Was sind Stabilisatoren der Demokratie für uns? 
  • Welche professionelle Verantwortung tragen Lehrende im pädagogischen Kontext v.a. von Lehrenden und Second-order-teachers 
  • Welche Handlungsspielräume haben wir und an welche Grenzen stoßen wir? 

Mitbestimmung & Teilhabe 

  • Welche Vorstellungen von Mitbestimmung und Empowerment haben wir? Wie können wir uns mit Lernenden darüber auseinandersetzen?
  • Wie gelingt Partizipation und Verantwortung in Bildungsinstitutionen? 
  • Wie ist es um unsere Diskurs- und Konfliktfähigkeit bestellt?  

Lehren, Lernen & Kultur 

  • Welche didaktischen Zugänge und welche Lernräume brauchen wir für politische Bildung?  
  • Wie können wir gesellschaftliche Stereotype und Diskriminierung aufgreifen und bearbeiten? 
  • Welche Materialien/Medien sind für das Aufgreifen politischer Dimensionen im Unterricht geeignet? 
  • Wie kann ein Perspektivenwechsel bei sozio-kulturellen Themen gelingen? 
  • Wie kann eine diversitätssensible Lehre umgesetzt werden? 
  • Welche Visionen haben wir für eine (Hoch)Schule der Zukunft, die gerecht, demokratisch und nachhaltig ist? 
  • Wie können wir sie mit Lernenden (weiter)entwickeln? Welche Lern- und Schulkultur brauchen wir dafür? 

Ausdrücklich erwünscht sind auch Beiträge zu Bildungsfragen aus therapeutischen und diagnostischen Ausbildungen bzw. Studiengängen sowie Beiträge aus der Berufspraxis.

Einreichungsfrist: 30. März 2026 

Umfang Abstract: max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen, max. 1 Abbildung, max. 3 Literaturangaben

Beitragsformate: Kurzvortrag, Workshop, Poster, Diskussionsforum, Markt der Möglichkeiten, PreContent

Hinweise für Abstract-Einreicher*innen

Es können Beiträge zu den im Call for Abstracts genannten Themen in deutscher Sprache eingereicht werden. Die Eingabe muss unter Berücksichtigung korrekter Orthografie, Grammatik und geschlechtergerechter Sprache erfolgen. Abstracts dürfen maximal 2.500 Zeichen (inklusive Leerzeichen), max. 1 Abbildung und max. 3 Literaturangaben umfassen. Sie müssen den Bezug zum Kongressthema deutlich erkennen lassen. Einreichungen sind ausschließlich online möglich. Für die Einreichungen stehen Vorlagen zur Verfügung, deren Verwendung empfohlen wird. Akzeptierte Beiträge werden den Kongressteilnehmer/-innen mit eingereichtem Abstract sowie weiteren Unterlagen auf der Einreichungsplattform zur Verfügung gestellt.

Richtlinien für Kongress-Formate

Neben den thematischen Ausführungen wird um eine Kurzbeschreibung der Workshopmethoden und der geplanten Durchführung gebeten. Diese kann um eine Abbildung bzw. eine Tabelle ergänzt werden. Diese Kurzbeschreibung sollte folgende Struktur nutzen: Ziel, Ablauf der Veranstaltung mit geplanten Methoden sowie avisierte Zielgruppe. Die Dauer Ihres Workshops darf 90 Minuten nicht überschreiten. Eine Vorlage zur Einreichung ist auf der Website abrufbar.

Der Markt der Möglichkeiten ist eine besondere Ausstellungsfläche am Kongress, an dem innovative Projekte, Start-Ups und “Hands-On”-Projekte präsentiert werden können. Für jede Präsentation stehen ein Tisch, eine Moderationswand und eine Sitzgelegenheit zur Verfügung. Der Markt der Möglichkeiten ist während der gesamten Kongresszeit geöffnet. Er wird durch 10-minütige Präsentationen (+ 5 Minuten Zeit für anschließende Diskussion) im Rahmen einer Begehung ergänzt.

Der Kongress wird durch eine umfangreiche Posterausstellung ergänzt. Poster dürfen das Format DIN A0 bzw. die Fläche einer Moderationswand nicht überschreiten. Jedes Poster wird im Rahmen der thematisch gruppierten Posterbegehung in einem 5-minütigem Kurzvortrag (inkl. Zeit für Fragen) präsentiert.

Vorträge dürfen maximal 30 Minuten (inkl. 10 Minuten Diskussion) umfassen. Ausgewählte Vorträge werden aufgezeichnet und stehen anschließend in der Kongressplattform zur Verfügung.

Das Diskussionsforum bietet Raum für intensive Gespräche, Austausch und Reflexion zu aktuellen Themen. In 90 Minuten diskutieren Expert:innen und Teilnehmende gemeinsam, hinterfragen Standpunkte und entwickeln neue Perspektiven. Das Format fördert Interaktion, offene Debatten und praxisnahe Einblicke – ideal, um Wissen zu vertiefen und unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen. Neben den thematischen Ausführungen wird um eine Kurzbeschreibung der Durchführung gebeten.

PreContent-Vorträge dürfen maximal 15 Minuten umfassen. PreContent-Vorträge müssen in Form einer Videoaufzeichnung bzw. Link zu einer Videoplattform eingereicht werden und werden den Teilnehmer/-innen auf der Kongressplattform zur Verfügung gestellt.

Termine

  • Dezember 2025: Start Call for Abstracts
  • Januar/Februar 2026: Start Ticketverkauf
  • 30. März 2026: Ende Call for Abstracts
  • Mai 2026: Programm-Vorschau
  • Ende August 2026: PreContents
  • 14. & 15. September 2026: Präsenzkongress in Dresden

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